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Landwirtschaft im Kölner Norden: Chorweiler sorgen sich um Nitrat im Grundwasser

Landwirtschaft im Kölner Norden: Chorweiler sorgen sich um Nitrat im Grundwasser

Zu Beginn der Wachstumsperiode düngen Bauern ihre Felder. So auch im Kölner Norden, beispielsweise in Esch, Auweiler oder Blumenberg.

Die SPD-Fraktion bangt dabei ums heimische Grundwasser. Sie fragte bei der jüngsten Sitzung der Chorweiler Bezirksvertreter nach, ob das Ausbringen von Gülle im Wasserschutzgebiet überhaupt erlaubt sei und wer dies kontrolliere. „Aus Gülle entsteht Nitrat, das gesundheitsschädigend sein kann“, steht in der schriftlichen Anfrage. „Wenn von diesen Salpetersalzen zu viel ausgebracht wird, landen sie im Boden und im Grundwasser“, heißt es weiter.

Wasser ist nicht belastet

„Das Wasser um Chorweiler herum ist sauber“, sagt dazu Stefan Schiffmann von der Rhein-Energie und Geschäftsführer des Arbeitskreises Acker, Bau und Wasser im linksrheinischen Kölner Norden. „Wir passen gut auf.“ Das Wasser werde regelmäßig kontrolliert. Maximal 50 Milligramm Nitrat pro Liter seien erlaubt.

Zudem überwachen die in Auweiler ansässige Landwirtschaftskammer NRW sowie das städtische Umweltamt das Ausbringen der Jauche. „Fälle von Überdüngung und somit Probleme mit Bodenbeeinträchtigungen oder überhöhten Nitratmengen sind nicht bekannt“, sagt auch die Stadt. Das Ausbringen von Gülle in Wasserschutzgebieten sei erlaubt.

Seit mehr als 30 Jahren berät der Arbeitskreis Bauern bei der Düngung. Mitglieder analysieren den Nährstoffgehalt von Bodenproben und Dünger, überprüfen den Nährstoffbedarf der Pflanzen und berechnen die benötigte Menge an Dung. Anschließend folgt eine Empfehlung. „Das ist abhängig von der Pflanze“, erklärt Schiffmann. „Die Zuckerrübe benötigt mehr Mittel als Getreide.“

Rund 60 Bauern – mit insgesamt 6000 Hektar Land – sind derzeit Mitglied des Arbeitskreises. Sie nutzen zur Düngung Gülle und Mist, chemisch hergestellten Mineraldünger und Gärrückstände aus der Biogasanlage – also Rückstände aus vergorenem Mais.

Überschüssiger Dünger sickert ins Grundwasser

„Gülle hat den großen Vorteil, dass dann der Kreis geschlossen ist“, sagt Schiffmann. Die Kuh frisst und scheidet Kot aus, der wiederum auf den Feldern landet. „Man muss aber wissen, wie viel Dünger in der Gülle ist. Sonst laufe ich Gefahr, mehr zu düngen als nötig.“ Der Überschuss versickere dann im Grundwasser. „Das ist prinzipiell das Problem bei allen Düngern“, sagt Schiffmann.

Da es aber im Stadtgebiet so gut wie keine Viehhaltung gibt, die Gülle natürlich produziert, griffen viele hiesige Bauern zu chemisch hergestellten Fabrikaten. Das sei oftmals teurer als natürlicher Mist. „Daher wird von vornherein kaum ein Landwirt zu viel aufbringen, also nicht pflanzen- und bodengerecht düngen“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt.

Wenn ein Bauer doch mal zu viel auf die Felder kippt, kann er beispielsweise eine Zwischenfrucht pflanzen, nachdem die Hauptkultur abgeerntet wurde. „Die zieht überflüssigen Dünger aus dem Boden, er kann nicht mehr ausgewaschen werden“, sagt Stefan Schiffmann....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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